Heimlich nenne ich sie Maus

Heute werde ich euch ganz kurz von meinem Frauchen erzählen. Wie ich schon erwähnte, glaubt sie ja immer noch, dass sie das Alpha- Tierchen ist.

In Wirklichkeit habe ich sie aber schon so hergerichtet, wie es für mich am angenehmsten und bequemsten ist.Die Herrschaft in unserem, naja eigentlich meinem, Reich führe ich. Das steht mir ja auch zu, weil ich ja die ganze Zeit dort verbringe. Frauchen verlässt um 6 Uhr das Haus und kehrt meistens um 14 oder 15 Uhr wieder heim.Sie sagt dann, wenn ich sie vorwurfsvoll anschaue, sie müsse unser Futter verdienen.

Eigentlich macht es mir ja eh nichts aus, wenn sie weg ist; erstens kommt sie eh wieder heim und zweitens schmeichelt es meiner Eitelkeit, wenn sie sich dann ganz besonders um mich bemüht; natürlich lasse ich sie dann wieder eine Zeit lang zappeln, bis ich wieder gnädig gestimmt bin. Sie soll nur ja nie vergessen, wer der Herr im Haus ist, auch wenn es ihr noch immer nicht bewusst, wie ich mit ihr Katz und Maus spiele; dass ich die Katz bin, sieht man  ja wohl.

Oft hat sie einen Pack Hefte mit; da stöhnt sie dann immer dazu und sagt so etwas, wie, das müsse sie korridieren oder so. Da sitzt sie dann mit einem Pink schreibenden Kuli vor dem Stoß; nimmt ein Heft nach dem anderen, sagt oft:" Um Gottes Willen! Ohgottohgott!", seufzt und schreibt mit ihrem pinken Stift immer wieder  über die blau vollgeschriebene Seite von ihren Kindern, wie sie sagt.

Einmal habe ich heimlich die Hefte gezählt. 24 Stück waren das und auf jedem stand ein anderer Vorname und Nachname. Also unsere Katzenweibchen werfen ja maximal nur 6 Kätzchen und mein Frauchen  gleich 24. Aber das soll nicht meine Sorge sein; viel eher stimmt mich bedenklich, dass die alle einen anderen Nachnamen haben: und da zermatere ich mir schon mein Katzengehirn über die Anzahl der Väter.

Ich bin ja auch erst am 1. Mai Vater geworden. Sechs Kinder , eines ist leider gestorben; aber die anderen fünf sind Prachtkerlchen, drei Jungs und zwei Mädels.

Darüber berichte ich euch aber ein andermal. Ciao- Miau

17.6.12 21:03, kommentieren

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Darf ich mich kurz vorstellen?

Zweiter Versuch; Ich habe mich beim ersten Eintrag natürlich prompt vertippt. Es ist ja auch keineswegs einfach, mit Katzenpfoten auf der Tastatur zurecht zu kommen. Vielleicht würde es mit kleinen Katzentätzchen ja funktionieren; ich aber habe so richtig große, kräftige Pranken; die passen auch besser zu meiner übrigen Statur. Na, bist du nun schon ein bisschen neugierig auf mich geworden?

Ich bin ein Kater, nein, doch kein gewöhnlicher Kater, ( nicht, dass ich etwas gegen gewöhnliche Kater hätte); ich bin ein Ragdoll- Kater und wie man mir immer wieder versichert, ein wunderschöner, prächtiger Ragdoll- Kater; psst, nicht weitersagen: ich besitze keine sogenannten Papiere; mein Frauchen sagt, sie will es mir ersparen, dass sie mich auf Katzenmessen zur Schau stellt; und ich bin ihr dafür sehr dankbar: ich hasse alles, was fremd ist; wenn mein Frauchen Besuch bekommt und mich vorstellen will, dann verstecke ich mich immer unter dem Bett; da kriecht mein Frauchen, Dagmar heißt "sie" dann wie meinesgleichen auf allen Vieren um das Bett herum und versucht mich hervorzulocken; ab und zu mache ich ihr den Gefallen und lasse mich herzeigen; das letzte Mal aber hat sie übertrieben; da musste ich zum Herzeigen den Raum wechseln; das wird sie so schnell nicht wieder mit mir machen; Dagmar öffnet die Tür zu meinem Zimmer,- sie darf das Zimmer ( und auch das Bett,- wir schlafen in einem Doppelbett-) mit mir teilen ; mein Frauchen glaubt ja, sie teile das Zimmer mit mir, dabei teile ich es mit ihr, naja davon ein andermal; also sie öffnet die Tür, ruft überfreundlich nach mir; diesen Tonfall kenne ich, da hat sie was vor mit mir; ich natürlich ab unter das Bett; sie kriecht auf allen Vieren vor dem Bett auf und ab; dann kommt der "Trick mit dem Leckerli"; sie meint, sie überliste mich damit; ich aber sage euch: ich hab´sie mir erzogen, nach dem Motto" Gibst du mir ein Leckerli, mache ich vielleicht, was du willst". Naja damals gab ich halt nach und ließ mich auf das Leckerli ein; dann schleppte sie mich überraschenderweise in die Küche und dort saßen eine Menge fremder Leute: "Ohh, ist der schön; ist der groß, ist der mächtig" und unzählige Hände fummelten an mir herum; da musste ich dann natürlich sofort zeigen, wer der Herr im Haus ist und wessen Reich das ist. Damit da ja keine Zweifel aufkommen, habe ich mein Revier ausgiebigst markiert; mann das gab aus; so jetzt hat sie wieder Besuch; ich verkriech mich dann mal unter´s Bett; ciao, bis zum nächsten Mal; ach ja, ich heiße Tiburtius...

15.6.12 19:55, kommentieren

Darf ich mich kurz vorstellen?

15.6.12 19:18, kommentieren